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Entfaltung in der Gegenwart

Entfaltung in der Gegenwart

1948 wurde die G.-G. in Köln neu gegründet. Sie konnte nahtlos an ihre Zielsetzung und Tradition anknüpfen, ihre zwangsweise unterbrochene wissenschaftliche Forschungs- und Publikationstätigkeit wieder aufnehmen bzw. fortsetzen und ihre Wirksamkeit in neue Arbeitsgebiete ausweiten (Naturwissenschaften und Technik, Politische Wissenschaft und Kommunikationswissenschaft, Soziologie). Präsident ist seit 2008 Prof. Dr. Wolfgang Bergsdorf.

Mitglieder 2012: ca. 2900

Derzeit bestehen 21 Sektionen. In ihrer zunehmenden Publikationsdichte (viele Zeitschriften bzw. Reihen, dazu zahlreiche Editionen und Monographien) und mit der seit 1985 erschienenen 7. Auflage des „Staatslexikons“ wird deutlich, wie intensiv die G.-G. von der Grundlage christlicher Überzeugungen aus in den wissenschaftlichen Dialog der Gegenwart einbezogen ist. Ihr Interesse an interdisziplinärer Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen (Grenz-)Problemen kam durch die Errichtung eines „Instituts für interdisziplinäre Forschung zur Begegnung von Naturwissenschaften und Glauben“ zum Ausdruck (1957).

An der Eröffnung ihrer Generalversammlungen nehmen seit 1949, wie in der Zeit der Weimarer Republik, Repräsentanten des Staates und der Kirche sowie anderer Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslands teil. Mit einem neugestifteten Ehrenring werden seit 1977 verdiente Persönlichkeiten des wissenschaftlichen und öffentlichen Lebens ausgezeichnet. Das umfangreiche Schrifttum der G.-G. bezeugt den in Deutschland beispiellosen Umfang der Arbeit einer privaten Wissenschaftsorganisation, deren Verwaltung bisher ohne hauptamtliche Kräfte erfolgt.

Quelle: nach Rudolf Morsey, G.-G., in: G.-G. (Hrsg.), Staatslexikon — Recht Wirtschaft Gesellschaft, 2ter Band, 7. Aufl. 1986, Freiburg im Breisgau.