Back to top

Grußworte des Rektor

Grußworte des Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg im Breisgau 

Exzellenzen, verehrte Ehrengäste, sehr geehrter Herr Professor Bergsdorf als Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. Als Rektor der Universität Freiburg bin ich sehr stolz, dass die Generalversammlung der Görres-Gesellschaft wieder Freiburg als Platz für ihre Versammlung ausgewählt hat. Ich bin froh, dass dies seit 1991 wieder passiert und immerhin zum sechsten Mal in der Geschichte der Gesellschaft. Hier trifft eine traditionsreiche Wissenschaftsgesellschaft auf eine moderne Volluniversität und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg verkörpert, denke ich, wie keine andere Volluniversität das Modell einer solchen Universität im 21. Jahrhundert. Wir haben nicht nur die klassischen Fächer in unserem Programm, sondern verbinden dies seit langem mit Umweltwissenschaften, Lebenswissenschaften und vor allen Dingen, seit Mitte der Neunziger Jahre, mit Technikwissenschaften. Das ist etwas, was Freiburg insbesondere auszeichnet. Gleichwohl sind wir nach wie vor den Idealen verpflichtet, die mit dem Namen Humboldt verbunden werden: Einheit von Forschung und Lehre; Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden; Kommunikation über die Disziplinen hinweg; Erschließung von Innovationspotentialen; Generierung neuer Wissensfelder. Allerdings haben wir dafür das Humboldt-Labor kreiert, um dort immer wieder neu zu diskutieren, wie die Ideale im 21. Jahrhundert umzusetzen sind. Hier begegnet sich das, was wir tun in unserem Humboldt-Labor mit dem Credo der Görres-Gesellschaft, die das Zitat "Wissenschaftliches Leben auf den verschiedenen Fachgebieten anzuregen und zu fördern und Gelegenheit zum Interdisziplinären Austausch zu bieten" in ihrem Programm verankert hat. Diese Tradition ist natürlich auch etwas, was diese Universität auszeichnet. Wir konnten 2007 unser 550-jähriges Jubiläum feiern, im selben Jahr haben wir die Auszeichnung erhalten als deutsche Spitzenuniversität im Forschungswettbewerb. Zwei Jahre später konnten wir dann die Auszeichnung als Exzellenzuniversität in der Lehre erhalten, mit sechs anderen Volluniversitäten, und in diesem Jahr hat uns die Deutsche Forschungsgemeinschaft bestätigt, dass wir zu den Spitzenuniversitäten in der Umsetzung der Gleichstellung gehören. Insofern sind wir auf einem guten Weg und ich denke, dass dieser Weg, eine Modelluniversität des 21. Jahrhunderts zu werden, auch sehr viel mit den Prägungen zu tun hat, die auch schon in den letzten 15 Jahren diese Universität erfahren hat, und ich möchte das Wort, das Altrektor Jäger geprägt hat, als Credo hier noch mal nennen: „Neue Universitas als Leitprinzip unserer Arbeit." Das dies alles möglich ist - und da möchte ich die Worte des Ministerpräsidenten dankend aufnehmen - hat damit zu tun, dass in diesem Bundesland seit Jahrzehnten konsequent Wissenschaft und Forschung gefördert worden sind. Nur so ist es erklärbar und nachvollziehbar, dass so viele Spitzenuniversitäten in Baden-Württemberg sind, und ich freue mich natürlich immer wieder zu sehen, dass unabhängig von Methoden und Theorien, in jedem Ranking die Universität Freiburg zu den Top 5 der bundesdeutschen Universitäten gehört. Wir sind natürlich auch weiterhin herausgefordert, diese Dinge weiter zu treiben und haben in unserem Zukunftskonzept "Windows for Research" "Freiräume für Forschung" und mit der Gründung des Freiburg Institute for Advanced Studies im Rahmen der Exzellenzinitiative, denke ich, eine Forschungsplattform geschaffen, die die Sichtbarste ist, die alle in der Spitzenförderung befindlichen Volluniversitäten gestaltet haben. In diesem Freiburg Institute for Advanced Studies haben wir einen Ort der inneren Internationalisierung, einen Ort an dem wir mit anderen Kolleginnen und Kollegen, jungen und gestandenen, gemeinsam Wissenschaft voranbringen können über alle Felder hinweg. Ich denke, hier schließt sich der Kreis wieder zur Görres-Gesellschaft und die Görres-Gesellschaft und wir bilden gemeinsam eine Diskussionsplattform der wissenschaftlichen Tradition und der wissenschaftlichen Zukunft. Dies haben wir, um ein Wort des Ministerpräsidenten aufzunehmen, am letzten Freitag wieder mit neuer Energie und neuer Kraft vorangebracht, indem wir einen Schulterschluss mit Straßburg geschlossen haben und einen Letter of Intent unterzeichnet haben, mit dem beide Universitäten jetzt gemeinsam in die jeweiligen Exzellenzinitiativen hineingehen werden und insofern ist auch hier wieder ein neuer Anfang gemacht worden.

Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche und ertragreiche Generalversammlung und heiße Sie nochmals herzlich willkommen an unserer Universität.